Vom Mut der eigenen Dunkelheit zu begegnen

Hey,

 

kennst Du die Tage, an denen Du dich plötzlich traurig, verwirrt, überfortdert und einsam fühlst?

Dürfen sie zu deinem Leben gehören?

Manchmal stelle ich mir meinen Körper und mein Inneres wie eine Landschaft vor. Es gibt viele Ecken, die ich gut kenne. Andere sind mir noch ganz fremd.


Manchmal werden wir bequem und halten uns immer in der gleichen Ecke auf und vernachlässigen unseren Entdeckergeist ein wenig.

Da das Leben aber möchte, dass wir uns richtig kennen und lieben lernen, werden wir ab und an in Situationen hineingeworfen, die uns aus diesem bekannten Bereich ziehen.


Oder aber wir machen uns selbst auf den Weg. Wir suchen nach mehr Abenteuer, Freude, Sicherheit, Glück, Gesundheit...

Eine Reise in die unbekannten dunklen Tiefen erfordert Mut. Warum es sich jedoch lohnt, sie zu beginnen, und auch die schwierigen Zeiten gebührend zu schätzen, teile ich gerne mit dir.

 

 

Die leise Sehnsucht nach mehr...

Manchmal ist unser Leben grau und eintönig geworden. Das Wort Abenteuer können wir nur noch buchstabieren. Wir sind es gewohnt immer dem selben Trott nachzulaufen... doch dann kitzelt sie uns: Die leise Sehnsucht nach mehr.

Hattest Du nicht mal Wünsche?

Liebtest Du es als Kind zu träumen?

Aus den glitzernden Gedanken der Freude wurden staubige "Das wird eh nichts!"-Wolken.

Wir haben unseren Glauben verloren.

Zu viele Enttäuschungen, zu viel kalte "Realität".

Doch was glaubst Du, haben die Menschen, die das leben, was Du dir wünscht getan?

Sie haben sich auf die Suche begeben.

Sie sind ihren Weg gagangen. Weiter und weiter durch all ihre Ängste und Zweifel hindurch - ohne umzukehren.

Ab und an den Kopf in den Sand stecken, das passt schon. Aber aufgeben? Niemals.

Sie haben gelernt, das zu werden, was sie sein möchten.

Es klingt so einfach. Und wenn man es erreicht hat, ist genau diese einfache Leichtigkeit das Geheimnis.

Doch dafür darf man üben, den Weg zu lieben. :-)

 

Ohne Karte, mit viel Mut

Wenn Du wieder träumen möchtest, und dich auf den Weg macht, dir deine Wünsche zu erfüllen, gibt es keine Karte.

Das was Du kennst, ist es noch nicht. Du willst mehr.

In dir ist alles verborgen, was Du brauchst.

Doch das Entdecken liegt bei dir.

Wer bist Du?

Um ein erfülltes Leben zu finden, darfst Du herausfinden, was dich so einzigartig macht.

Was sind deine Stärken, wo findest Du Schwächen?

Was macht dir Freude?

Wo unterdrückst Du deine Fähigkeiten?

 

Ich bin immer wieder erstaunt, wie ich sein kann. Und indem ich neugierig herausfinde, übertrete ich meine Grenzen und werde immer mehr so, wie ich es mir wünsche.

 

Ich entdecke mich. Möglichst neutral. Das gelingt aber nicht immer. Mal freue ich mich, mal winde ich mich vor scham ;-)

Oftmals stempeln wir uns ab. Und das auch noch mit einem so negativen Unterton.

"Ich, mutig? Paaaah, von wegen"

"Ach, das kann ich gar nicht so gut."

 

Eigentlich schade. Denn ich glaube, das Leben hat es mit uns allen ziemlich gut gemeint.

Es ist als wären wir ganz unterschiedliche Blumen.

Die eine blüht blau, die andere gelb, die eine hat runde Blätter die andere spitze. So grundverschieden.

Nichts ist besser oder schlechter, einfach anders.

 

Vielleicht hattest Du nicht so gute Wachstumsbedingungen wie die benachbarte Blume ;-)

Das kannst Du nachholen. Nichts ist für immer verloren. Du kannst jetzt beginnen, dir dein Leben so zu gestalten, wie es dir gut tut.

Gönn dir ein bisschen guten Boden, einen Schuss Wasser oder mehr Licht.

Erlaube dir, dich zu entfalten.


 

Das dunkle Tal

Stell dir vor, Du verlässt die heimatlichen Gefilde und begibst dich auf die Suche nach dir Selbst.

Du entdeckst wundervolle Heiden, sanfte Berge, muntere Bachläufe...

Doch manchmal führt uns unser Weg auch durch die dunklen Orte in unserem Innern.

Zum Fluss der Tränen, dem Wald der Stille oder dem Sumpf der Wut.


Begegne deinem Schmerz, erlaube dir deine Verzweiflung zu spüren, lerne mitfühlend mit dir zu sein.

All die Dunkelheit, die Du findest, gehört dir.

Sie will dir nichts Böses.

Sie möchte dich aufwecken.

Sie möchte dir zeigen, wo Du dich vor dem Leben verschließt.

 

Ich habe schon so viele unbekannte Orte in meinem Innern erforscht.

Und ich bereue nichts. Es war oft dunkel, doch diese Dunkelheit ließ mich heller leuchten als jemals zuvor.

Sie zu erkennen hat mich befreit.

Gerade diese Woche habe ich ein besonders dunkles Tal bereist.

Ich weine, ich weiß nichts mit mir anzufangen, ich bin eklig zu meinen Mitmenschen und fühle mich dann noch viel einsamer. Es fühlt sich so an als ob ich für immer hier gefangen bliebe. Also lege ich mich auf den Boden und lasse mich in diese Gefühle hineinsinken.

Es ist einsam, es ist so leer.

Und trotzdem riecht die Luft nach Freiheit.

 

Ich weiß, hier ist so viel von meinem Potential eingeschlossen.

Hier finde ich die leise Verzweiflung, die Hilflosigkeit, die mich ab und an ganz leise und unterschwellig kitzelt.

Ich befreie mich.

Ich finde ein weiteres großes Stück meiner Lebensfreude wieder.

Welch ein geschenk.

Manchmal muss es dunkel werden, damit wir unser Leuchten finden.


Dein Herz schlägt dir den Takt

Wenn auch Du gerade nicht weißt, wie es weitergeht. Wenn auch Du ein dunkles Tal betrittst:

Du bist nicht allein.

Hör ein bisschen genauer in die Stille, da schlägt dein Herz.

Es erzählt dir von all dem Mut, den Du schon hattest. Es erzählt dir von deinem Lachen, deiner Wärme.

Hör noch ein bisschen genauer hin, dein Atem wiegt dich.

Unaufhörlich, wie die Wellen des Ozeans begleitet der dich, hält dich.

Gib nicht auf!

Es lohnt sich.

Genau dich braucht die Welt, mit allem, was Du mitbringst.

Erlaube dir mehr von deiner Schönheit in dieser Dunkelheit zu entdecken.

 

Es gab Zeiten, da habe ich die Sehnsucht, meine Traurigkeit, die Stille und den Schmerz gehasst. Ich dachte es wäre nicht okay, mal traurig zu sein. 

Ich habe nicht verstanden, dass sie mir mehr von mir selbst zurück geben können 💛

So hat sich ein ganzer Berg an Dunkelheit aufgestaut.

Dunkelheit, die befreit werden möchte.


Wenn sie mich heute überkommt, versuche ich sie zu umarmen.

Ich versuche mich hinzugeben.

Das Leben verläuft in Zyklen.

Ich erwarte den Neuanfang ;-)

Ich freue mich auf den Frühling.

Ich lasse mich vom Rhytmus tragen.

So dunkel die Nacht auch scheint, es kommt ein neuer Morgen. :-)

 

Alles Gute für Dich.

Von 💛-en Henrike