ERWACHEN - Hilfestellungen für deinen Weg / Teil 1

Wenn wir erwachen...

 

Wie begrüßt man eigentlich Menschen, von denen man sich total freut, dass sie den Weg hierher gefunden haben, die man aber trotzdem nicht persönlich trifft?

Naja, ich versuche es mal wieder mit einem freudigen Hallo :-)

 

Ich möchte mit dir in diesem Blog-Beitrag die Dinge teilen, die für mich sehr wertvoll auf meinem Erwachens-Weg waren und noch immer sind.

Vielleicht weist Du nicht so recht ob du am "erwachen" bist oder was das bedeuten soll?

Wenn ich erwachen schreibe, meine ich den Prozess, wenn wir beginnen uns nach unserem Herzen auszurichten und uns für ein erfülltes Leben zu öffnen. Wir wollen mehr, als wir bisher hatten. Wir wollen unseren Werten entsprechend leben, wünschen uns endlich gesund und glücklich zu sein.

Schau doch einfach mal rein, ob Du aus diesem Beitrag etwas mitnehmen kannst. Über eine Rückmeldung würde ich mich übrigens sehr freuen.

Schlaflos...

Eines der oft frühen Anzeichen unseres  Erwachens, das uns aber auch Phasenweise begleiten kann, ist die Schlaflosigkeit.

 

Ich weiß noch, dass es mir oft so ging, dass ich mitten in der Nach, meistens so zwischen 3 und 4 Uhr senkrecht im Bett saß. Ich habe mich total unruhig gefühlt und auch unwohl.

In dieser frühen Phase des Erwachens beginnen wir, grundlegende Gedankenmuster zu erkennn.

Und auch der Körper entgiftet in dieser Phase oft. Nach der traditionell chinesichen Medizin ist um 4 Uhr Nachts "Leberzeit", welche ja auch der Hauptakteur ist, was die Entgiftung betrifft.

Vielleicht treiben dich auch Gedanken umher.

Es ist als würde dich deine Seele ganz leicht wachkitzeln. Haben wir doch im Alltag meistens die Gelegenheit, dem auszuweichen, nutzt sie eben eine andere Möglichkeit.

Versuche öfter inne zu halten und in dich zu spüren. Lass es zu dass sich dir dein Inneres zeigt.

Solltest Du jedoch schlaflos sein, hier ein paar Tipps, die mir gut getan haben:

Hilfreich fand ich es, mich nicht unter Druck zu setzten (Was ich allerdings üben musste).

Wenn man die ganze Zeit Dinge wie "noch 5 Stunden bis der Wecker klingelt" oder "in 3 Stunden muss ich aufstehen" denkt, wird man eher noch unruhiger. Ein Denken in die Richtung "Jetzt ist es so, mache ich das Beste daraus" unterstützt.

Vielleicht magst Du dir in einer solchen Situation Entspannungsmusik anmachen, oder eine Atemübung ausprobieren.

Vielleicht einen Tee trinken, oder Tagebuch schreiben. Das hilft besonders gut um die Gedanken zu ordnen. Sobald etwas niedergeschrieben ist, ist es zum einen geordnet und Du kannst es eher loslassen, als wenn es dir die ganze Zeit wie tausend Schwaden im Kopf herumschwirrt.

 

Das gute ist: Diese Phasen gehen vorbei.

Vor diesen Schlaflos-Phasen hatte ich einen sehr leichten schlaf. Markus brauchte nur tief einatmen und ich war wach :-D

Heute schlafe ich tiefer denn je.

An einem bestimmten Punkt hat sich der Körper und der Geist soweit geordnet, dass er sich die nötige Erholungszeit holt.

Fühle... Ja genau dafür sind Gefühle da

Je erwachsener wir geworden sind, desto ärmer sieht unsere Gefühlswelt meistens aus. Wir haben unterteilt in gut und schlecht, und das Schlechte versuchen wir zu unterdrücken.

Doch es ist ja schon da, auch wenn es nicht gefühlt wird.

Wichtig zu erkennen ist, dass Gefühle unsere Helfer sind, um unserer Wahrheit entsprechend zu leben.

Wenn wir Kinder betrachten, können wir noch erahnen, wie das mit den Gefühlen eigentlich funktionieren sollte.

Ein Beispiel:

Das Kind soll seinen Kuchen teilen. Es ist traurig über den Verlust und weint.

Es weint so lange bis das Gefühl durchgeflossen ist, dann kann das nächste folgen, zum Beispiel Freude überder den guten Geschmack des Kuchens.

Wenn ein Gefühl durhfließen darf, gibt es keinen Grund nachtragend zu sein. Die Traurigkeit sagte einfach: Ich hätte gerne mehr vom Kuchen gehabt.

Doch wenn wir unsere Gefühle unterdrücken, stauen sie sich an. Unsere Energie stockt und wir müssen nachträglich fühlen und können dann erst den nötigen Lernschritt gehen. Ansonsten werden wir verbittert, hart und nachtragend.

 

Wenn wir erwachen, öffnet sich unser innerer Schrank, und nach und nach zeigt sich alles Angestaute.

Wir dürfen wieder einen leichten Umgang mit unseren Gefühlen finden.

Schau mal wie der Umgang mir deinen Gefühlen für dich ist und wie in deiner Familie mit Gefühlen umgegangen wird ;-)

In meiner Familie herrscht der Glaubenssatz: Wer fühlt ist schwach.

Lange Zeit habe ich meine Traurigkeit, meinen Schmerz, meine Wut unterdrückt.

Zurück blieb eine Leere, die Tage von Depression füllen konnte.

 

Die letzten Jahre habe ich mir so viel Raum zurückgeholt, indem ich wieder geübt habe zu fühlen.

Klingt witzig. Doch oft wenn ich Menschen frage: Wie fühlst Du dich? Wissen sie es nicht. Und so ging es mir vorher auch.

Nun merke ich sofort wenn mich etwas berührt.

Ich liebe es mittlerweile meine Gefühle fließen zu lassen. Die "Guten" sowie die "Schlechten".

Und Hey, weinen reinigt. All der alte Schmerz wird weggespült und wir können viel leichter vergeben. Anderen, sowie uns selbst.

Ich ziehe mich gerne auf meinen Sessel zurück, wenn ich merke, dass sich etwas lösen möchte. Und das tut so gut :-)

 

Hab keine Scheu, deine Gefühle zu entdecken. Es gibt kein gut oder schlecht. Deine Gefühle erzählen dir deine Geschichte. Sie helfen dir zu deiner Wahrhaftigkeit zurück zu finden. Und wenn wir uns von altem Schmerz befreien, ist die Freude, das Glück, die Dankbarkeit und die Liebe auch wieder viel intensiver zu spüren. Das ist soooooo schön.

 

Schau dir deine Familie an

Jeder Mensch hat bestimmte Hürden und Aufgaben, die er hier auf der Erde zu bewältigen hat.

Wenn man genauer hinsieht, kann man Themen erkennen.

Es sind die Themen, die gelöst werden sollen, um die Seele zu reinigen, was uns ein erfülltes Leben ermöglicht.

Weißt Du manche deiner Themen?

Schau dir einfach die Bereiche in deinem Leben an, in denen Du Schwierigkeiten hast.

Diese Themen ziehen sich oft durch deine gesamte Ahnenreihe und geben dir und deinner Familie zusammen die Möglichkeit auf Wachstum.

Deshalb meine ich: Schau dir deine Familie an.

Damit meine ich nicht, dass Onkel Hans einen dicken Bauch hat und Oma Else Haarausfall sowie chronische Husten. ;-)

Wobei auch das etwas aussagt.

Die Themen haben eher etwas mit den Qualitäten der 7 Hauptenergiezentren zu tun, was sich auch in körperlichen Beschwerden zeigt. Jedoch ist das für ungeübte Augen meist nicht so leicht zu entschlüsseln.

 

Nein, es sind Lebensthemen, die sich im Verhältnis zu den Mitmenschen, zur Arbeit, zum Wohnort, zu sich selbst etc zeigen.

Stichworte wären zum Beispiel Macht / Hilflosigkeit, Selbstwert, Kommunikation, Umgang mit Schwierigkeiten, Sicherheit und Geborgenheit, Vertrauen...

In meiner Familie ist es zum Beispiel das alte Arbeitsbewusstsein. Nach dem Motto: man muss viel arbeiten um etwas wert zu sein.

Oder die Problematik, die eigenen Bedürfnisse kompetent auszudrücken.

Auf der mütterlichen sowie auf der väterlichen Seite lassen sich Hinweise finden.

 

Je mehr Du dich und deine Vergangenheit erkundest, werden die immer mehr Erkenntnisse kommen und alles wird sich wie ein Puzzle ergeben. Hier hilft dir Punkt 2: Fühlen ;-) und Zeit für dich nehmen.

 

Geschenke entdecken

Wenn wir den Weg des Erwachens beschreiten, haben wir viele Hürden zu nehmen, für die uns meistens Niemand Anerkennung zollt. Es passiert mir selten, dass ich auf meinem Sessel Energiearbeit mache, kollektive Bewusstseinsarbeit leiste, und mir jemand danach sagt: Wow, toll gemacht :-D

Wir setzten uns mit unseren tieftsen Abgründen auseinander, spüren unseren angestauten Schmerz, wissen nicht mehr wer wir sind und was wir hier eigentlich verloren haben.

Es ist eine Zeit der Neuorientierung.

Umso wichtiger ist es, uns selbst wert zu schätzden und unsere (wenn auch unsichtbare) Arbeit anzuerkennen.

 

Doch gerade weil sich all das Alte löst, haben wir die Möglichkeit, zu erleben, wie sich nach einer Hürde die größte Freude zeigt, wir eine ungekannte Verbundenheit fühlen, glauben wir hätten Fügel... Wir sind wortwörtlich befreit.

Es ist wie ein Kompass, der sagt: Ja, hier lang. Noch ein Stückchen weiter. Da wirst Du noch mehr davon finden.

Nach jeder Prüfung, in der wir uns vielleicht so allein, getrennt und verloren gefühlt haben, finden wir ein Stückchen mehr in die Verbundenheit.

Und dann kommt der nächste Wachstumsschritt.

Doch je bewusster wir werden, je mehr wir uns für unseren Weg entscheiden, desto einfach wird es.

Ich bin mittlerweile so dankbar, dass sich meine Blockaden primär durch Kleinigkeiten zeigen.

Hinter jeder Blockade versteckt sich ein Geschenk. Denn oftmals sitzen dort unsere größten Talente und Fähigkeiten.

Auch wenn wir es zuerst nicht erkennen, im nachhinein betrachtet hat jede Hürde uns ein bisschen freier, größer und stärker werden lassen.

 

Ich konnte zum Beispiel früher nicht vor anderen Menschen sprechen. Unter vier Augen ging gerade noch so, doch sobald mich mehr Menschen sahen, verspürte ich eine mächtige Blockade. Die Angst etwas falsches zu sagen, bewertet und abgelehnt zu werden, schnürte mir die Kehle zu.

Heute liebe ich es Kurse zu halten und Menschen anzuleiten. Es macht mir nichts mehr aus vor einer Gruppe zu stehen und frei zu sprechen. Im Gegenteil, ich liebe es :-)

 

Geh einfach weiter, nach und nach entfalten sich deine Stärken zum genau richtigen Zeitpunkt. Vertrauen dem Prozess.

Write it down...

Ich bin zwar schon immer eine Schreibtante, doch ich glaube dieser Punkt kann jedem eine große Hilfe sein.

Schaffe dir ein Notitzbuch an.

Du musst nicht schön schreiben, nicht zusammenhängend, nicht reglmäßig.

 

Wenn sich etwas in dir bewegt, du deinen Themen näher kommst, Erkenntnisse hast: Schreib sie auf.

Das kann auch in Form von Brainstorming, Zeichnungen, Stichpunkten, Gedichten... sein

 

Sobald wir etwas schreiben, bringen wir es auf die Erde.

Was vorher ein Nebel in unserem Hirn war, kann nun als feste Idee erkannt werden. Außerdem hilft es dir, dich nicht in Gedankenkreiseln zu verirren. ;-)

Vertrauen deiner Intuition. Je mehr Du sie nutzt, je mehr Du auf diese vielleicht machmal sonderbaren Eingebungen hörst, desto mehr lernst Du dich kennen.

Und damit kommen wir auch zum letzten Punkt in dieser ersten Liste.

 

Gib dir Zeit

Du musstt nicht perfekt sein.

Wir alle haben einen haufen Schotter im Keller. Nur weil dein Nachbar, dein Kollege oder sonst wer ihn besser verstecken kann, heißt das nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt.

Wenn wir erwachen, werden wir aufgefordert, wieder zu unserem inneren Kern, zu unserem wahrhaftigen Selbst zu finden.

Dafür ist es notwendig alles loszulassen, was uns in die andere Richtung zieht. Alle Glaubensmuster, alle alten Verletzungen, alle Blockaden....

Manchmal meinen wir, gleich perfekt sein zu müssen.

Doch Entwicklung verläuft in der Form einer Spirale. Mit jeder Runde kommen wir unserem Kern näher. Du tritts nicht auf der Stelle. Auch wenn es sich manchmal so anfühlt ;-) . Du kommst mit jeder Windung dem Wesentlichen näher.

Deshalb: Gib dir Zeit.

Hab Geduld mit dir, sei mitfühlend, großzügig und liebevoll zu dir.

Es geht darum dich zu lieben, dich anzunehmen und dich für ein Leben in Fülle zu öffnen. Nach und nach.

Schließlich wollen wir ja auch annehmen können, was uns geschenkt wird ;-)

 

Vertraue dem Leben. Dir werden genau die Situationen geschenkt, die dich deiner Kapazität entsprechend wachsen lassen.

Nimm dir viel Zeit für dich, auch um zu reflektieren, deine Gefühle zu erkunden und Abstand zu gewinnen.

Alles wird sich fügen.

Das Leben meint es gut mir dir. <3

 

Wünschst Du dir Unterstützung?

Ich darf zugeben: Meine menschlichen Begleiter und Helfer waren sehr wichtig für mich und haben mich auf meinem Weg ganz schön nach vorn gebracht. Es tut einfach gut Jemanden zu haben, der einem in schwierigen Situationen wieder hilft, den Fokus auf das Wesentliche zu richten. Zu wissen, dass da Jemand ist, der einen versteht...

 

Merkst Du das Erwachen körperlich?

Hast Du plötzliche Gefühlsausbrüche oder weist gar nicht mehr wo oben und unten ist?

Falls auch Du dich auch nach Unterstützung sehnst, bin ich gerne für dich da. Du kannst dich bei mir persönlich melden, wenn Du magst.

 

Ich freuch mich, dass Du den mutigen und grandiosen Weg des Erwachenn begonnen hast. Hoffentlich hat dir der Beitrag etwas Kraft gegeben. Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe.

Henrike