Lebe deine Kraft

 

Hey,

 

das Jahr ist erst wenige Wochen jung, und trotzdem habe ich das Gefühl, dass es ziemlich zur Sache geht. Empfindest Du es auch so?

Gerade diese Woche glaube ich, dass es viel um unsere innere Aufrichtung ging.

Wir wurden geprüft, welchen Platz wir denn nun künftig besetzten wollen. Wollen wir uns weiterhin klein halten lassen, oder trauen wir uns, in Empfang zu nehmen, was uns eigentlich zusteht.

Das bedeutet nicht, dass wir plötzlich perfekt und fehlerfrei sein sollen! Nein, gar nicht, aber es macht einen entscheidenden Unterschied, mit welcher inneren Haltung wir das Leben sehen...

 

Nun sei doch nicht so...!

Am Mittwoch Morgen bin ich schlecht gelaunt aufgewacht. Ich weiß nicht, welche Laus mir genau über die Leber gelaufen ist, ich habe nur wahrgenommen, dass ein tiefer Groll in mir steckt. Wie ein quängeliges Kind, das die Welt gerade nicht so mag. ;-)

Oftmals halte ich mich in diesen Momenten sehr schwer aus. Es wäre so leicht, mich einfach abzulenken! Ein bisschen lesen, Mails checken, ein Video anschauen...

Ich habe mich für den anderen Weg entschieden. Ich habe mich auf meinen Sessel begeben, und versucht " mit dem zu sein, was da ist".

Klingt irgendwie so einfach und so logisch - mit was sollten wir denn sonst sein.

Doch genau in solchen Momenten hauen wir meistens ab. Nicht physisch, sondern mental.

Ich habe mich ein, zwei, drei Mal erwischt, wie meine Präsenz aus meinem Körper zu allen möglichen Dingen gewandert ist. Der to Do Liste des Tages, Gedanken über die Zukunft, was es zum essen geben könnte... Naja, irgendein Ablenk-Zeugs halt.

 

Ich habe mich wieder zurückgeholt. Zu mir, zu den unangenehmen Empfindungen in meinem Körper, zu meiner sonderbaren Stimmung.

Und dann ging mir ein Licht auf:

Ja! Ich will mich auch liebevoll behandeln, wenn ich sonderbar bin. Ich will mitfühlend mit mir sein. So einfach, aber so wichtig...

Es gibt da einen Spruch: Liebe mich auch dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.

Das fühlt sich so richtig an. Doch bei uns selbst vergessen wir das ja so oft.

Gerade dann, wenn sich innere Anteile zeigen, die nicht perfekt sind und nicht in unser "so will ich sein"-Schema passen, lehnen wir uns ab. Nur die tollen, bewundernswerten Seiten von uns verdienen Anerkennung und Liebe. Die ängstlichen, knatschigen und unausstehlichen Anteile bekommen meistens einen Arschtritt ( Verzeihung ). Kennst Du das? Geht es dir auch oft so?

Dabei brauchen diese Anteile etwas so offensichtliches: Trost, Mitgefühl, Verständnis, LIEBE.

 

Also habe ich mich in den Sessel gekuschelt, hab mir Zeit für mich genommen ( sonst passiert es leicht, dass ich mich genau in diesen Momenten zum weitergehen zwinge, mich antreibe und so hart zu mir bin ) und einfach mit dem, was da ist geatmet. ( Ja, ja ich weiß, immer dieses atmen. Doch das bewusste Atmen wirkt wie ein Schlüssel. Es öffnet die Tür zu unserer Mitte und unterstützt unsere Heilung ).

Siehe da, wie von zauberhand verwandelte sich das Gefühl. Es war richtig schön. Meine Anteile haben sich angenommen und geliebt gefühlt und gleich war es mir warm ums Herz.

 

Kennst Du diese innerliche Härte dir selbst gegenüber? Dann, wenn Du eigentlich Mitgefühl brauchst, es dir selbst aber verweigerst.

Schließlich haben wir ja gelernt , ein braves Kind zu sein.

Vielleicht dürfen wir diese Regel langsam abändern ;-)

 

Vom Bettler zum König

 

Und als ich es mir da so gemütlich gemacht habe, war ich es plötzlich so leid zu kämpfen. Für mehr Glück, mehr Freude, mehr Gesundheit, mehr Erfolg, mehr Liebe... Alles schien nur durch so unendlich viel Anstrengung erreichbar zu sein... Warum eigentlich?

Wie aktuell ist dieser Glaubenssatz denn noch? Ich habe für mich entschlossen: Ich lasse ihn los!

Ständig war diese alte Gewohnheit, diese anstrengende Überzeugung in mir, ich müsste mir meinen Platz erkämpfen.

Alles was ich erreichten wollte, müsste hart erarbeitet sein. Wie ein Bettler, der gerade so geduldet wird und seinen Platz mühsam hält. Doch ich habe es satt Bettler zu sein.

 

Meinen Platz einzunehmen und Königin in meinem Reich zu werden, hat eine ganz andere Qualität, als sich den Platz erkämpfen zu müssen.

Ich habe beschlossen, mir nichts mehr mit Gewalt zu erkämpfen.

Oftmals sind unsere Vorstellungen so begrenzt, und wenn wir so krampfhaft um etwas kämpfen, werden wir eher zum Schreckensherrscher, der das Zepter mit Gewalt an sich reißt.

Es wird Zeit, würdevoll und aufrecht unser Leben in die Hand zu nehmen.

So lange haben wir uns klein gemacht, versteckt, uns mit weniger zufrieden gegeben.

Ich habe das Gefühl, dass wir nun lernen dürfen, das anzunehmen, was uns zusteht. Unser ureigener Platz. König sein im eigenen Reich.

Falls Du auch oft das Gefühl hast, das Leben sei ein Kampf, vielleicht möchtest Du mal reinspüren, wie es sich anfühlt: Den eigenen Platz einzunehmen. Über dein Reich zu bestimmen und deine Kraft zu dir zurück zu holen.

 

Wiemöchtest Du dein Leben in Zukunft gestalten?

Als Bettler oder Herrscher?

 

Der Bestimmer werden

 

Oftmals sind wir es gewohnt, nur einen ganz kleinen Teil unserer Macht zur Verfügung zu haben. Irgendwo in uns wünschen wir zwar, zu bestimmen, wie unser Leben aussieht. Doch schon eine sehr lange Zeit haben wir uns mit ganz wenig zufrieden gegeben.

Wenn es an der Zeit ist, deine Kraft zu dir zurück zu holen, tauchen meistens innere Anteile auf, denen es Angst macht, bestimmen zu können, Macht zu haben, mehr Raum einzunehmen.

 

Ich öffne mich nun schon seit einiger Zeit einem Job, in dem ich meine Fähigkeiten leben kann. Doch dann habe ich festgestellt, dass es viele Anteile gibt, die Angst haben nicht gut genug zu sein, Angst vor Verantwortung, Angst vor dem Neuen.

Das ist okay.

Wir müssen diese Anteile nicht einfach überrennen. Wichtig ist, sie wahrzunehmen ( auch hier geschieht es leicht, dass wir uns verurteilen, schließlich wollen wir ja mehr von unserer Kraft leben, also warum stellen wir uns dann so an :-P ) und liebevoll mit ihnen zu atmen.

Nach und nach werden die Anteile integriert und wir gehen stärker und mit dem Zepter in der Hand nach vorn :-)

 

Geht es dir gerade auch so, dass dabei bist, mehr von deiner Kraft zu leben?

Denke immer daran, Du bist nicht allein. Da ist eine Liebe, die dich einlädt, in ihre Richtung zu gehen.

Du wirst so liebevoll unterstützt, je mehr Du dich für das Leben öffnest.

Auch wenn manchmal Gedanken wie: Ich kann das nicht, ich habe Angst vor der Zukunft oder Ähnliches aufkommen.

Das ist in Ordnung. Lass dich nicht ausbremsen. Nimm wahr was sich auf dem Weg in deine Kraft zeigt, und geh zielstrebig weiter :-)

Das ist wahrer Mut.

 

Merkst Du, dass es in deinem Leben gerade darum geht, liebevoll durch eine Veränderung zu gehen?

Spürst Du, dass es Zeit wird, dich für dein Wohl zu entscheiden?

Oftmals tauchen hier Hürden auf, die uns in dem alten Käfig halten wollen und uns einreden, dass es dich gar nicht so schlimm sei.

Wende dich der Stimme deines Herzens zu, die dein Wohl und dein Wachstum im Sinn hat.

Gerne unterstütze ich dich auf deinem Weg.

Mehr findest Du hier

https://www.bewusst-gesund-gluecklich.com/ganzheitliches-coaching/

 

Ich wünsche dir alles Liebe und ein erholsames Wochenende. Vielleicht magst Du dir ja etwas Zeit für dich nehmen, um herauszufinden, in welchen Bereichen Du noch mehr deiner Kraft entfalten möchtest.

 

Von Herzen

Henrike