Bauch weg! - gezielt Probleme lösen

 

Von vielen Menschen wird der Bauch als Problemzone gesehen. Er ist zu wabblig, zu groß, zu dellig, zu wenig flach oder ... 

In einigen Fitnessstudion gibt es Kurse, die mit " Bauch weg" oder "Bauch spezial" betitelt sind.

Das Fett am Bauch soll gehen! Erwünscht ist ein Waschbrettbauch, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Doch was versteckt sich hinter diesem Bauch-Problem??

 

Der Bauch wird auch als Sitz der Emotionen bezeichnet.

Doch gerade mit Emotionen haben wir gar nicht gelernt umzugehen.

Gute Empfindungen sind toll, werden akzeptiert.

Doch was ist, wenn unsere Emotionen nicht diesem Ideal entsprechen?

Erinnerst du dich, was war, wenn du als Kind wütend warst, geweint hast oder miese Laune hattest?

Gab es Stimmen, die gesagt haben:

Führ dich nicht so auf, sei doch wieder normal!

Lach doch mal! Da gefällst du mir viel besser!

Es gibt keinen Grund traurig zu sein, stell dich nicht so an!

 

Und so haben wir diese Empfindungen einfach weggedrückt. Schließlich war es ja eh nicht so toll, diese schmerzhaften Gefühle zu empfinden.

Aber was passiert mit diesen nicht gelebten Emotionen??

 

Oft setzen sich diese Emotionen im Bauchraum ab. Deshalb fühlen wir in Situationen, die uns belasten, ein unangenehmes Gefühl im Bauch. Den Stein im Bauch.

Da ist ein Druck, der uns verrät, dass da doch etwas ist, das um Erlösung bittet.

 

Viele Menschen, die ihre Gefühle wegschieben, neigen auch zu Bauchspeck, einem aufgeblähten Bauch oder dem klassischen Bierbauch.

Manche Menschen stopfen ihren Frust dem Leben gegenüber in Form von Nahrung in sich rein oder betäuben so ihre Angst, die Wut oder den Schmerz.

Andere Menschen können in Situationen, die sie mitnehmen, gar nichts mehr essen. Sie bekommen Verdauungsbeschwerden, der Bauch bläht sich auf. Ein unangenehmer Druck wird spürbar.

Auch Aklohol gehört zu den Betäubungsmitteln, die unsere unangenehmen Gefühle nicht mehr so intensiv machen sollen.

Der Bauch wird rund, kugelig und hart.

 

Wenn unsere Gefühle nicht mehr fließen können, stockt unsere Energie.

Es entstehen Blockaden, die sich langfristig in körperlichen Beschwerden äußern und uns ein Gefühl von unwohlsein geben.

Wir übertragen oft unangenehme Emotionen in unseren scheinbar ach so unschönen und inakzeptablen Bauch.

Fazit: DER BAUCH MUSS WEG!

Es entsteht eine Ablehneung gegen den eigen Körper, der die Empfindungen übermittelt und spürbar macht.

Wir projizieren unser Problem ins Aussehen anstatt uns mit unseren Gefühle außeinander zu setzen.

 

In der westlichesn Welt ist ein Waschbrettbauch das ideal. Am besten so wenig wie möglich. Weiblichkeit ist, auch für Frauen,  eine Fehlanzeige. Doch einen Bauch wie ein zwölfjähriges Mädchen zu haben, ist für den großteil der Frauen nicht machbar. So bekämpfen wir uns selbst, und haben irgendwie immer das Gefühl, falsch zu sein.

Wir kämpfen für einen schönen, flachen Bauch. Einen, den man auch in Magazinen sieht oder in der Werbung bestaunen kann.

Wir machen unzählige Bauchmuskelübungen, trainieren bis zum umfallen im Fitnesstudio, lassen das Abendessen weg oder veruschen eine der unzähligen Diäten aus einem der vielen Magazine.

Doch ist das realistisch?? Ist es wirklich das, was uns ein glückliches Leben bringt??!

 

Geht es uns wirklich besser, wenn nur die leidigen Speckrollen verschwunden sind?

Oder kompensieren wir nur?!

 

Für mich war mein Bauch immer ein Problem. Egal wie viel oder wenig ich gewogen habe, mein Bauch konnte ich nie als schön bezeichnen.

Wenn ich in den Spiegel geschaut habe, gab es heftige Schwankungen.

War ich gut drauf, was mein Bauch okay.

Fühlte ich mich schlecht, war mein Bauch ein riesiges schwabbeliges Etwas, das verschwinden sollte.

Auch war ich immer auf Achse, konnte nicht still sitzen oder nur mit mir sein, schließlich könnte ja dann etwas wirklich tiefes zum vorschein kommen. Das wollte ich mal lieber vermeiden.

Ich habe meine weibliche Kraft von mir geschoben, genau wie es in den Medien vermittelt wird. Die weiblichen Qualitäten wie Weichheit, Empfangen, intuitiv entscheiden und handeln oder Kreativität,  scheinen weniger wert zu sein als die Männlichen.

Ich habe mich immer mehr von mir und meinen Gefühlen entfernt, weil mir der Umgang damit nicht geläufig war und diese Weichheit fehl am Platz schien.

Allzu oft hatte ich Bauchschmerzen, einen aufgeblähten Bauch, was mir diesen nur noch unliebsamer machte.

Er störte mich und sollte am liebsten gar nicht da sein genau wie all die unangenehmen Gefühle, die darin zu finden waren.

 

Je mehr Unangenehmes sich in unserem Bauchraum angestaut hat, desto öfter schieben wir den Problem-Herd weg. Desto öfter spüren wir den Druck einfach nicht mehr oder gewöhnen uns an die häufigen Bauchschmerzen.

Wo liegt de Lösung dieser Probleme?

Wie schaffen wir es mit unserem Bauch zufrieden zu sein, uns mit ihm wohl zu fühlen und innerlich ins Gleichgewicht zu kommen.

 

Meine eigene Erfahrung ist recht simpel. ;-)

 

Als ich angefangen habe, mich regelmäßig zurück zu ziehen, zu atmen und in mich hinein zu spüren, habe ich erstaunliches festgestellt.

Diese Schichten von unerlösten Emotionen wollen sich lösen.

Und je weicher ich geatmet habe, je mehr ich es zugelassen habe, dieses unangenehme Gefühl zu spüren, desto schneller haben sie sich aufgelöst. Ich habe mich leicher, wohler und zufriedener gefühlt als jemals zuvor.

 

Die Organe im Bauchraum müssen weich sein, um optimal zu funktionieren. Lass den Atem in deinen Bauchraum fießen und alles weich und rund werden. Du bist nicht falsch, du hast nur nicht die Erfahrung gemacht, dass du alles fühlen darfst und deine Gefühle einfach da sind und auch wieder gehen, wenn du sie diurch deine Körper fließen lässt.

Für jeden Menschen ist die welbliche Kraft genauso wichtig wie die Männliche.

Nur bei wenigen Menschen ist ein ausgeglichenes Verhältnis zu finden.

Wir sind aktiv, handeln aus dem Verstand, schaffen und gestalten. Doch den meisten Menschen fällt es schwer, sich die benötigte Erholung zu gönnen. Sich zurück zu ziehen, inne zu halten, in sich hinein zu spüren, dem Leben seinen Lauf zu lassen, ohne die Kontrolle an sich reißen zu wollen.

Wenn wir uns ausruhen und Zeit für uns nehmen, haben wir oft im Hinterkopf, faul und unnütz zu sein. Doch diese Pausen sind es gerade, die unsere Kreativität fließen lassen, die uns unserem Kern näher bringen und wieder neue Kraft verleihen, um dann mit voller Energie durchzustarten. Diese Pausen rücken unsere Beziehung zu unseren Gefühlen gerade und lassen uns Raum, genau so zu sein, wie wir wirklich sind.

 

Gefühle sind weder gut noch schlecht. Sie zu bewerten macht keinen Sinn.

Gefühle wollen fließen.

Hältst du unangenehme Gefühle zurück und unterdrückst sie, stauen sie sich in deinem Körper an und führen zu Schmerzen oder bringen belastende Strukturen in dein Leben ein.

 

Versuche wahrzunehmen, wie du dich fühlst und wo du es fühlst.

Wut ist zum Beispiel oft unter dem Brustbein spürbar.

Angst bemerkt man oft dumpf oder flau im Magen.

Lass den Atem an diese harten, unangenehmen Stellen fließen und umhülle sie ganz weich. Jeder Atmenzug darf etwas von dieser Schicht schmelzen lassen. Lass alles los, was dir nicht mehr gut tut. All der alte Schmerz darf gehen.

 

Möchtest du einen schönen und flachen Bauch?

Beginne deine Schichten zu erlösen, und du wirst bemerken, wie viel sich verändert.

Dein Bauch passt sich an, fügt sich besser ins Gesamtbild und deine Verdauung reguliert sich. Er muss nicht mehr angespannt, hart, aufgebläht oder überlastet sein. Oftmals fehlt nur Entspannung, Atemübungen und Zeit für dich ;-)

Außerdem gibt es noch ein paar positive Nebeneffekte :

Dein Selbstbewusstsein wächst, du wirst zufriedener mit deinem Körper, Probleme und Stresssituationen lassen sich gelassener meistern und du fühlst dich im allgemeinen wohler und leicher.

 

Seit dem ich meine Schichten erlöse habe ich so gut wie nie mehr Bauchschmerzen (außer ein altes Thema möchte erlöst werden ;-) ) , ich fühle mich viel besser und bin mit meinem Bauch zufrieden.

Ich nehme mir regelmäßig Zeit für mich. Was vor ein paar Jahren so untypisch und unmöglich für mich war, ist nun fest in meinen Alltag integriert.

Ich mache Entspannungsübungen, sanfte Bewegung, Atemübungen oder realxe einfach. Mein Leben ist viel ausgeglichener und mein Körper dankt es mir täglich. Ich kannmich immer mehr annehmen wie ich bin, und lerne so langsam meine Einzigartigkeit zu schätzen. Schritt für Schritt hilft uns diese bewusst für uns reservierte Zeit, unserem Selbst näher zu kommen.

 

Manchmal ist das wahre Problem doch eine Ebene tiefer.

Dein Bauch ist perfekt, so wie er ist.

Lerne dich mit Allem, was Du bist zu lieben.

Entdecke deine farbenfrohen Facetten und entdecke eine neue Tiefe in deinem Leben.

Denn das Schöne ist, wenn wir unsere alten Emotionsschichten lösen, könne auch die schönen Gefühle viel intensiver spüren.

 

Auf ein entspanntes und gefühlsfrohes Leben :) Henni