Ein liebevolles Nein ist ein Ja zu dir selbst

 

Kennst Du Situationen, in denen Du am liebsten Nein sagen würdest, doch irgendwie fällt es dir schwer und du machst es halt dann doch ?

Damit bist Du nicht allein.

Schließlich haben wir ja auch gelernt, dass wir brav, liebenswert und angenommen sind wenn wir ja sagen obwohl wir dabei oftmals unsere eigenen Bedürfnisse hinten anstellen.

Vielen Menschen fällt es leichter zu geben. Denn wer gibt ist großzügig, bekommt viel Lob und Anerkennung.

Doch ist Nehmen nicht genauso wichtig wie Geben?

Denn wenn das Gefäß leer ist, was soll daraus noch genommen werden können.

Mehr Geben als Nehmen macht auf Dauer nicht glücklich.

 

Dein Kollege kommt an deinen Schreibtisch und bittet dich, ihm etwas abzunehmen. Du hast selbst sehr viel zu tun. Doch er meint er schafft es sonst nicht und es wäre so toll wenn, Du ihm hilfst.

Oft sagen wir Ja, obwohl wir Nein sagen möchten.

Doch bevor das Nein über deine Lippen kommt, ist es da: Das schlechte Gewissen!

Heimtückisch fällt es dir in den Rücken, lässt dich deine Bedürfnisse vernachlässigen und Du entscheidest zum Wohlergehen des Anderen.

 

Wenn man immer nur gibt und gibt, kann man irgendwann nicht mehr geben. Man ist ausgebrannt, leer. Burnout.

Man reagiert dann vielleicht zickig und unangebracht, nur weil man den eigenen Bedürfnissen so lange nicht gerecht wurde.

 

Es ist okay, wenn Du Nein sagst.

Ein Nein bedeutet so oft ein liebevolles Ja zu uns selbst.

Dein Wohl steht an erster Stelle. Du bist nicht egoistisch oder selbstsüchtig wenn Du nach dir schaust.

Es ist wichtig dass es dir gut geht, denn nur dann kannst Du geben, nur dann kannst Du für Andere da sein und ihnen helfen.

Natürlich wird dein Kollege enttäuscht sein. Vielleicht wird er motzig, doch das ist sein Problem.

Du kannst alles sagen, es kommt auf das wie drauf an.

Wenn Du dem Anderen klar deine Lage darstellst und ihm offen begegnest, und wenn er dich schätzt, versteht er das.

 

Wenn Du für deine Bedürfnisse einstehst gewinnst Du auf allen Ebenen.

Du bist erholt, gesund und energievoll. Und zum Anderen gewinnst Du die Achtung deines Kollegen, selbstbewusst und klar deine Bedürfnisse zu vertreten.

Grenzen zu setzten stärkt unsere Beziehungen. Auch wenn es anfangs vielleicht nicht so gut angenommen wird. Klar ist es für den Anderen angenehmer, wenn Du dich an seinen Wünschen orientierst.

Doch egal ob am Arbeitsplatz, in familiären Beziehungen oder in der Partnerschaft, am harmonischsten und stimmig ist es erst dann, wenn beide Seiten das Gefühl haben, respektiert, wertgeschätzt und geachtet zu werden.

Grenzen setzten liebevolle Leitlinien, die unseren Selbstwert ausdrücken.

 

Menschen die immer nur Ja sagen, werden oft schamlos ausgenutzt. Und verbringen sehr viel Zeit ihres Lebens damit, Dinge zu tun, die sie nicht tun wollen. Und sind sehr unzufrieden damit.

Auch wenn es Übungssache ist, bis wir klar unsere Grenzen ziehen können, beginne jetzt.

Du musst anfangs noch nicht selbstbewusst und stark wirken. Egal wie : Das wichtigste ist, das Du dich traust.

Der Rest kommt mit der Zeit.

Du wirst sehen, wie gut es tut, dieses liebevolle Nein, das dich so stärkt und mit dem es dir so gut geht.

Erst kommst Du, dann kann die Welt von deinem Leuchten porfitieren ;-)

 

Alles Gute

Henni

 

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