Wie Essen uns beeinflusst

Eigentlich Jeder liebt Essen.

Doch vor einiger Zeit hätte ich das nicht unterschreiben können.

Viel zu kompliziert war das Thema Essen für mich.

Ich habe mir so sehr gewünscht sorglos essen zu können, ohne darüber nachzudenken wieviel ich essen darf, was ich dann dafür weglasse oder die nächsten Tage weniger esse.

Ich habe mich gefragt, was genug ist und was reicht.

Essen war ein Kampf. Mein Kampf mit dem Leben.

Und je mehr ich das Glück gesucht habe, desto einfacher wurde meine Beziehung zum Essen.

 

Doch gerade in der heutigen Zeit, ist es gar nicht so einfach, ein unkompliziertes Verhältnis zu Essen zu haben.

 

Warum ist das so?

Essen ist viel mehr als nur die Aufnahme von Nährstoffen geworden. Unser Körper wird versorgt, doch meistens wollen wir viel mehr.

 

Essen ist fühlen.

 

Schon als Kleinkind wird uns beigebracht dass Essen Belohnung, Zuneigung und Liebe ist.

"Wenn Du brav bist bekommst Du ein Eis.

"Hier hast Du ein Srück Schokolade, weil ich dich so mag."

Wenn alle zusammen am Tisch sitzen, geredet und gelacht wird, ist Essen Familie, Gemeinschaft und Harmonie.

Kennen wir es dass beim Essen gestritten wird, dass wir gezwungen werden etwas zu essen, was wir nicht mögen, dann kann Essen auch Stress, Zwang oder Druck symbolisieren.

 

Duch unsere Erfahrungen haben wir ganz unterschiedliche Assotiationen zum Essen.

Manchmal haben wir von Jemandem, den wir besonders mögen oder dessen Zuneigung wir uns  wünschten, Süßigkeiten bekommen, und sehen dies als Liebe an.

 

In vielen Fällen wird essen als Belohnung eingesetzt.

"Wenn ich das jetzt noch mache gibt es einen Kuchen als Belohnung."

"Heute gönn ich mir was und mache mir etwas ganz besonderes zum Essen."

 

Doch gleichzeitig bedeutet Essen auch Verzicht.

Man hat Angst dick zu werden und probiert verschiedenste Diäten einzuhalten, erlaubt sich dies nicht zu essen und verbietet sich jenes.

Reue oder das schlechte Gewissen sind oft im Spiel.

Wenn uns ein Fress-Anfall üerkommen hat, und wir die ganze Schokolade aufgegessen haben, fühlen wir uns so schlecht und wertlos. Wir haben das Gefühl versagt zu haben, es wieder nicht geschafft zu haben.

 

In der Werbung und den Medien werden nur bestimmte Körpertypen gezeigt, man hat das Gefühl falsch zu sein, anders sein zu müssen. Diäten von verschiedenen Stars werden veröffentlicht und jeder zweite Jugendliche ist unzufrieden mit dem eigenen Körper.

Doch liegt es wirklich am Körper?!

Oder was fehlt?

 

Wann isst Du?

Wirklich wenn Du Hunger hast?

Oder auch wenn Du dich allein, gestresst oder traurig fühlst?

 

Bei meiner Oma gab es früher jeden Sonntag um 4 Uhr Kaffe und Kuchen. Die Zeit war erfüllt von Familie, Liebe, Geborgenheit und Freude. So habe ich es abgespeichert. Und auch heute, wenn ich mir diese Gefühle wünsche, möchte ich gerne Kaffe und Kuchen machen, damit die Welt wieder in Ordnung ist. Wenn ich es bewusst mache,ist es okay das ab und an so zu handhaben - Kaffe und Kuchen ist dann balsam für meine Seele :-)

Doch wenn ich mir ständig in schwankenden Gefühlslagen Kaffe und Kuchen genehmigen würde, wäre das keine so tolle Lösung.

 

Oft essen wir, um uns ein bestimmtes Gefühl zu geben.

 

Doch es sind zwei verschiedene Körbe.

Der Korb der Seele.

Und der Korb des Körpers.

 

Wenn wir uns Liebe und Nähe wünschen und etwas essen, füllen wir den Korb des Körpers, obwohl der Korb der Seele Inhalt bräuchte.

 

Woher weiß ich welcher Korb gefüllt werden möchte?

Überlege dir erst mal, ob du Hunger hast.

Dann geh kurz in dich und finde heraus was Du fühlst.

Schriftlich fällt das Leichter.

Nimm dir ein Blatt und schreibe folgende Fragen darauf:

Wie fühle ich mich?

Was brauche ich?

Was wünsche ich mir?

Wie handle ich ?

 

Ein Beispiel:

Wie fühle ich mich?

traurig, allein

 

Was wünsche ich mir?

Nähe, Zuneigung

 

Was wünsche ich mir?

Gespräche, Umarmung , Jemand der für mich das ist

 

Wie handle ich?

Essen     ->            alternativ zur Lösung des Dillemas beitragend: Ich rufe meine Freundin an und quatsche mit ihr

 

So kannst Du besser herausfinden was Du wirklich brauchst.

Und wenn es die Schokotorte ist, dann genieße sie :-)

 

Manchmal essen wir, weil ein Gefühl, welches unangenehm ist, nicht spüren wollen.

Wir lenken uns ab.

Versuche im Hier anzukommen, lehn dich zurück und atme.

Wenn wir aufhören zu kämpfen, fließen unsere Gefühle von ganz allein. Das Unangenehme vergeht.

 

Des weiteren ist zu beachten, dass unsere Lebensmittel immer weinger Nährwerte haben. Sie sind überzüchtet, genmanipulioert - oftmals hat ein Salat nicht mal die Erde berührt, eine Tomate nie die Sonne gesehen und die Kuh, von der die Milch stammt, ist krank. Das kann auch dazu führen dass der Körper ein Verlagen hat.

Und dieses Verlangen stillen wir dann mit Essen (Oftmals Fastfood), ohne dass der Speicher aufgefüllt wird. Das kann ebenso zu Heißhunger führen, da der Körper etwas braucht, was er in industriell hergestellten Produkten nicht finden kann.

Achte auf deine Gelüste und Hinterfrage sie.

Wenn ich zum Beisßiel Heißhunger auf Schokolade habe, kann es auch sein dass ich Magnesium brauche, welches in Kakao enthalten ist - oder ich mag mich belohnen... Es ist wieder an der Zeit, Detektiv zu spielen ;-)

 

 Ich empfehle euch, eure Produkte bio zu kaufen.

Wenn Du einen Apfel kaufst und zwischen  "mit giftigen Pestiziden verseucht" (kann etwas gesund sein, wo man einen Ganzkörper-Schutzanzug zum aufspritzen tragen muss) und einem "normalen  Apfel" wählen kannst, was würdest Du nehmen?

Sei es dir Wert die guten Lebensmittel zu nehemen, welche noch natürlicher angebaut werden und somit mehr Nährstoffe enthalten.

 

Wenn wir herausfinden was wir brauchen, fällt es viel leichter, Essen nur als Essen zu sehen.

Wir leben mit unseren Gefühlen im Einklang, können uns auch etwas gönnen umnd sorgen gut für unseren Körper.

Wir lernen uns so zu lieben wie wir sind, uns so anzunehmen und weniger nach Außen zu schauen.

Wir geben uns was wir brauchen, versorgen uns.

Dann brauchen wir keine Diät mehr halten, Kalorien zählen oder Mahlzeiten verbieten, da wir auf uns hören und das tun, was uns gut tut.

Nach und nach lernst Du deinen Körper besser kennen.

Und auch wenn Du weißt, was dir nicht so bekommt und Du es ab und zu noch isst, ist das okay.

Es ist ein Prozess auf sich zu hören und wirklich das zu tun, was gut tut.

Manchmal stecken wir eben noch in alten Mustern, verbieten uns Torte, essen Fastfood, obwohl wir wissen dass es für uns nicht stimmig ist, und der Umgang wenig liebevoll war.

Doch je mehr Du dir den Raum gibst, zu wachsen, desto leichter wird es.

 

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Ich habe mich mein ganzes Leben mit Essen beschäftigt, um am Ende festzustellen, dass ich etwas ganz anderes gesucht habe. Ich habe gehungert, habe gefressen, habe verzichtet und habe mir Pläne ausgedacht, Diäten kreiert...

Ja, das war der falsche Korb.

Und nun, da ich angekommen bin, habe ich festgestellt :

Da gibt es mehr! Seitdem ist mir mein Gewicht egal, ich kümmere mich besser um meinen Körper und schaue, mit was ich ihn versorge.

Und all die Kraft, die das gekostet hat, kann ich nun anderweitig einsetzen. :-)

 

 

".... Ich möchte erkennen dass ich schön bin.

Dass dick und dünn nichts über den Charakter schreibt.

Dass hungern auch die Seele aushungert.

Dass beim Fressen auch die Seele nie satt wird.

 

Ich möchte begreifen, dass Alles gut ist.

Ich möchte begreifen, dass auch ich gut so bin, wie ich bin. "

 

Ich wünsche euch von ganzem Herzen dass ihr liebevoll mit euch umegehen könnt und erkennt, wenn euch etwas nicht gut tut.

 

Esst bewusst, voller Freude, Genuss und Dankbarkeit.

So gut wie uns, geht es nur Wenigen.

 

Alles Liebe Henni

 

 

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